Lehrgang Fährtenlesen

Wildnisschule Wildniswissen

Lehrgang Fährtenlesen

Lehrgang 2027

Training program offered in Spreetal from April 2027 to March 2028.


Class Type

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Seminar / Multi-Part Program

Category

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Tracking

Organized by

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Wildnisschule Wildniswissen (Wildnisschule Wildniswissen GbR)

Verified Organizer
Target Group

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For Adults


About this Course

Im Lehrgang Fährtenlesen lernen Sie, Spuren und Zeichen aufmerksam wahrzunehmen, verlässlich zu dokumentieren und im Zusammenhang mit Tieren, Menschen und ihrem Lebensraum zu verstehen. Der zwölfmonatige Lehrgang richtet sich an Menschen, die sich mit Interesse und Leidenschaft auf eine intensive Auseinandersetzung mit dem Spurenlesen einlassen möchten. In sechs aufeinander aufbauenden Blöcken verbinden wir Beobachtung im Gelände, wissenschaftliche Methoden und die Fähigkeit, die Geschichten hinter den gefundenen Zeichen zu erkennen. Dabei entsteht eine besondere Verbindung zur heimischen Fauna und zu den Landschaften, in denen wir arbeiten.


Iterations

Lehrgang 2027

Spreetal 2390 € April 16, 2027
Dates
  • Fri, Apr 16, 2027 6:00 PM — Sun, Apr 18, 2027 3:00 PM
  • Thu, Jun 10, 2027 6:00 PM — Sun, Jun 13, 2027 3:00 PM
  • Thu, Aug 12, 2027 6:00 PM — Sun, Aug 15, 2027 3:00 PM
  • Thu, Sep 30, 2027 6:00 PM — Sun, Oct 3, 2027 3:00 PM
  • Thu, Jan 20, 2028 6:00 PM — Sun, Jan 23, 2028 3:00 PM
  • Thu, Mar 9, 2028 6:00 PM — Sat, Mar 11, 2028 3:00 PM
Board & Overnight

Die Unterkunft ist je nach Modul im Zelt oder im Zweibettzimmer möglich. Die Verpflegung erfolgt à la carte.

Venue

Lausitz (WirtshausHammer)

02979 Spreetal
Teachers
  • Picture of school team member Joscha Grolms

    Joscha Grolms

    Joscha Grolms, im Team seit 2004

  • Picture of school team member Laura Gärtner

    Laura Gärtner

    im Team seit 2018

  • Picture of school team member Andreas "Dado" Jade

    Andreas "Dado" Jade

    im Team seit 2006

  • Picture of school team member Frank Jermis

    Frank Jermis

    im Team seit 2023


Contents

Grundlagen des Spurenlesens

Wir beschäftigen uns mit technisch-wissenschaftlichen Aspekten des Fährtenlesens: Beweise sammeln, Hypothesen testen, Daten zuverlässig aufnehmen und Tiere sowie ihr Verhalten studieren. Kritisches Beobachten und das gemeinsame Abgleichen selbst gesammelter Fakten helfen dabei, voreilige Schlüsse zu vermeiden und neue Erkenntnisse über die heimische Fauna zu gewinnen.

Fährten, Gangarten und Zeichen

  • Interpretation von Gangarten, Geschwindigkeit und Bewegungsrichtung

  • Fußmorphologie zur Bestimmung von Individuen, Alter und Geschlecht

  • Alterungsverhalten von Fährten im Zusammenhang mit Wetter und Bodenbeschaffenheit

  • Erkennen saisonbedingter Nahrungsquellen und Vorhersagen möglicher Aufenthaltsorte von Säugetieren

  • Identifizieren und Interpretieren von Losung, Fraßspuren und anderen Zeichen

  • Druckbilder, englisch „Pressure Releases“

  • Unterscheiden von Spuren schwieriger Arten, darunter kleine Säugetiere, Vögel und Insekten

Wahrnehmung und Interpretation

Wir untersuchen, wie vorgefertigte Meinungen und kulturelle Gewohnheiten unsere Wahrnehmung beeinflussen können, und lernen Werkzeuge kennen, um diesen Einflüssen zu begegnen. Dazu gehören Visualisierungsfähigkeiten, das Anlegen von Rastern und die Frage, wonach im Gelände tatsächlich geschaut werden muss. Spezifische Merkmale werden genutzt, um Dominanz, Gesundheit und unterschiedliches Verhalten zu interpretieren. Auch das Einfühlen in den Geist eines Tieres und der Einsatz des eigenen Vorstellungsvermögens gehören zu den Methoden des Lehrgangs.

Arbeiten mit Daten und Dokumentation

  • Taxonomie und Naturgeschichte der Säugetiere

  • Techniken zum Erstellen von Journalen und Karten

  • Methoden der wissenschaftlichen Dokumentation für die wildbiologische Forschung

  • Effektives Trailing und Techniken zum Aufspüren von Säugetieren

  • Schädelidentifizierung

Die im Feld gesammelten Daten werden interpretiert und zu den Geschichten der Tiere und ihrer Lebensräume verbunden. Ein weiterer Schwerpunkt ist das sichere Erkennen, Interpretieren und Dokumentieren von Trittsiegeln und Gangarten für einen sogenannten C2-Nachweis entsprechend der Richtlinien für das Monitoring von Großraubtieren.

Anwendungsfelder

Die im Lehrgang erworbenen Fähigkeiten können in der Forschung, Umweltbildung, im Naturschutz, bei der Jagd, beim Kartieren und Monitoring sowie beim persönlichen Erkunden der Natur eingesetzt werden. Dabei geht es auch darum, Spuren in der Natur, in der Gesellschaft und in uns selbst wahrzunehmen und in Beziehung zu dem Gegenstand unserer Betrachtung zu setzen.


Structure

Der zwölfmonatige Lehrgang umfasst insgesamt 23 Tage und ist in sechs aufeinander aufbauende Blöcke gegliedert. Fünf Blöcke dauern jeweils vier Tage, ein Block dauert drei Tage. Die Module beginnen um 18.00 Uhr und enden um 15.00 Uhr.

Das Lernen und Erfahren findet sowohl während der Ausbildungsblöcke als auch durch Hausaufgaben zwischen den einzelnen Blöcken statt. Die Module 1, 3, 4 und 6 finden im Raum 02979 Neustadt/Spree statt, Modul 2 im Raum 15377 Buckow und das Wintermodul 5 im Raum 94145 Haidmühle.


Prerequisites

Die wichtigste Voraussetzung ist Ihr Interesse und Ihre Leidenschaft für die Inhalte und Ziele des Lehrgangs. Der Lehrgang richtet sich sowohl an Menschen, die neu in das Spurenlesen einsteigen, als auch an erfahrene Fährtenleserinnen und Fährtenleser, etwa aus dem Wolfsmonitoring, aus Wildnisschulen oder anderen Tätigkeitsfeldern.

Wenn Sie aktuell an einer anderen Ausbildung oder Weiterbildung teilnehmen, schließen Sie diese bitte zuerst ab, damit Sie sich dem Lehrgang mit ausreichend Zeit widmen können.


Board & Overnight

Die Unterkunft ist je nach Modul im Zelt oder im Zweibettzimmer möglich. Die Verpflegung erfolgt à la carte.


Certificate

Am Ende der Ausbildung findet eine Evaluierung nach internationalem Tracking-Standard statt. Im Laufe des Lehrgangs werden Sie ausführlich mit dem Evaluierungsverfahren vertraut gemacht.

Nach erfolgreichem Abschluss stellen wir ein entsprechendes Zertifikat aus.


Reviews

Content & learning
Procedure & implementation
Instructors
Event location
Food
Overnight stay
Organizer Communication
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About the Organizer

Wildnisschule Wildniswissen

Verified Organizer Founded: 1995
Logo of the wilderness school Wildnisschule Wildniswissen

Wildniswissen – Wildnisschule seit 1995! Wildniswissen bietet Wildnistouren, Wildniskurse und Lehrgänge in Wildnispädagogik sowie im Fährtenlesen an. Unsere Arbeit basiert auf indigenen Traditionen, die die Erde wertschätzen und eng mit lokalen Ökosystemen verbunden sind. Wir betrachten die Erde als lebendigen Organismus und setzen uns für einen Wertewandel im Sinne einer regenerativen Zusammenarbeit mit unserer Erde ein. Dabei fördern wir tiefe Verbindungen zur Natur, zu unseren Mitmenschen und zu uns selbst. Geprägt von indigenen Werten und den Lehren unserer Ältesten begleiten wir Menschen jeden Alters und aus allen gesellschaftlichen Bereichen – und lernen gemeinsam, in der Natur zu Hause zu sein.

  • EINJÄHRIGE WILDNISPÄDAGOGIK Teil 1 Die Grundlagen
  • DREIJÄHRIGE WILDNISPÄDAGOGIK Teil 2 Die Fülle
  • VIERJÄHRIGE WILDNISPÄDAGOGIK Teil 3 Die Transformation
Wie es dazu kam

Die Geburtsstunde der Wildnisschule Wildniswissen war im Jahr 1995, als ich, Wolfgang Peham, mit einem Wochenendseminar zum ersten Mal an die Öffentlichkeit ging.

  • In 2004 fand unser erster Lehrgang Wildnispädagogik in Süddeutschland statt.
  • In 2005 kam dann zum ersten Mal auch ein Lehrgang in Norddeutschland dazu.
  • In 2007 fand unser erster Lehrgang Wildnispädagogik Teil II statt, der aufbauend auf das erste Jahr noch mal 2 Jahre das Wissen von Teil I vertieft und erweitert.
  • In 2007 haben wir für die Ranger des Nationalparks Kalkalpen in Österreich eine Schulung durchgeführt. Inhalt waren drei Module von unserem Lehrgang Wildnispädagogik.
  • In 2009 fand dann in Kooperation mit dem Nationalpark unser erster Lehrgang Wildnispädagogik in Österreich statt.
  • In 2010 fand zum ersten Mal unser Lehrgang Wildnispädgogik Teil III statt.
  • In 2011 fanden, aufgrund der großen Nachfrage, zum ersten Mal 2 Lehrgänge parallel in Norddeutschland statt.
  • In 2012 fand in Kooperation mit dem Umweltzentrum Drei Eichen in Brandenburg, unser erster Deutsch-Polnischer Lehrgang Wildnispädagogik statt. Dank ihrer guten Kontakte zu den Ministerien auf beiden Seiten der Oder hat es Frau Dr Charlotte Bergmann, Leiterin des Umweltzentrums, geschafft, sich die Unterstützung beider Länder zu sichern. Jörn Kaufhold, Absolvent unserer 3-jährigen Ausbildung, lange in Russland als Trainer unterwegs, mit einer Slowakin verheiratet und seit 2010 im Team wurde dann mit der Leitung dieses bilateralen Projektes betraut. Unterstützt wurde er dabei von Alina Michalik und Slawomir Szenwald, die übersetzt haben. In 2015 lief die Deutsch-Polnische Förderung aus.
  • In 2016 fand unser erster deutscher Lehrgang in Brandenburg statt.
  • In 2016 fand unser erster polnischer Lehrgang in Polen statt.
  • In 2016 wurden wir von der Diakonie Baden-Württemberg beauftragt, einen Lehrgang Wildnispädagogik für ihr Fachpersonal durchzuführen.
  • In 2017 bieten wir zum ersten Mal im Naturparkzentrum Uhlenkolk, unserem neuen Standort bei Mölln, einen Lehrgang in Schleswig-Holstein an.
  • In 2019 haben wir für die Ranger des Nationalparks Thayatal in Österreich einen Lehrgang Wildnispädagogik durchgeführt.
  • In 2022 fand in Kooperation mit dem Nationalpark Thayatal, unser erster Österreichisch-Tschechischer Lehrgang Wildnispädagogik statt. Dank ihrer guten Kontakte zu den Ministerien auf beiden Seiten der Thaya hat es Frau Mag. Claudia Waitzbauer, zuständig für die Natur- und Umweltbildung im Nationalpark, geschafft, sich die Unterstützung beider Länder zu sichern. Jörn Kaufhold, der auch schon unseren deutsch-polnischen Lehrgang geleitet hat, wurde wieder mit der Leitung dieses bilateralen Projektes betraut.
Qualitätsmanagement

Als stellvertretender Leiter der Trainingsabteilung einer Fluggesellschaft hatte ich auch mit dem Erstellen von Trainingssyllabi und mit Qualitätssicherung zu tun. Dieses Wissen und diese Kompetenz konnte ich in die Wildnisschule mit einbringen und hat uns geholfen, ein Qualitätssicherungssystem zu etablieren.
Alle Teamer, die bei uns einen Lehrgang Wildnispädagogik leiten, haben über ihren wildnispädagogischen Abschluss hinaus mindestens ein Jahr internes Training hinter sich.

Wer daran teilnimmt

Ich freue mich sehr über die Tatsache, dass wirklich Leute „from all walks of life“ zu den Teilnehmern gehören. Vom 17 jährigen Waldorfschüler bis zum 60 jährigen pensionierten Banker, von einem der jahrelang unter einer Brücke gelebt hat bis zum Hochschulprofessor, von einem im Moment Arbeitslosen bis zur Unternehmerin, um mal die Bandbreiten ein wenig zu beschreiben.
Die wichtigsten Voraussetzungen sind Interesse und Leidenschaft.

Ulrike Fokken beschreibt das in ihrem Buch „Wildnis wagen!“, Ludwig Verlag 2014, so:
...Mit mir sind 23 Frauen und Männer zum Kurs Wildnispädagogik I der Wildnisschule Wildniswissen gekommen. Eine Versicherungsmanagerin, sechs Erzieherinnen, drei Erzieher, ein Tischler und ein Gärtner, ein Doktor der Biologie mit eigenem Forschungslabor in der Chemieindustrie, ein Kapitalfondsmanager, eine Sachbearbeiterin aus einer schwäbischen Kleinstadt, ein paar junge Leute zwischen Schule und Beruf, eine Grafikerin und andere, die sich in der Natur zu Hause fühlen und mehr von ihr erfahren wollen…

Wie wir wahrgenommen werden
  •  "...Im vergangenen Jahr besuchten mehr als 1200 Kinder die Programme für Schulklassen und rund 400 Erwachsene einen der Kurse zwischen Dänemark und Südtirol. Wolfgang (..Peham) und seine Mitarbeiter werden unter anderem von Alpenvereinen, Nationalparks und kommunalen Einrichtungen gebucht..." 
         Jochen Schilk, Das Wilde Leben, OYA 02/2010
  • "Peham ist einer der Pioniere der Wildnispädagogik mit jahrzehntelanger Erfahrung, geradezu so etwas wie der deutsche Jon Young."
         Andreas Weber, Mehr Matsch!, Ullstein Verlag 2011
  • " ...Coyote Teaching – die Lehre des Kojoten. Der ungewöhnliche Name hat schlicht damit zu tun, dass die Wildnispädagogik aus den USA kommt. Dort wurde sie von Menschen wie Jon Young und Tom Brown als Wilderness Awareness entwickelt und dann von Wolfgang Peham als Pionier nach Deutschland gebracht..."
         Ulrike Fokken Wildnis wagen!, Ludwig Verlag 2014
Teilnehmerstimmen
  • "Der Kurs Wildnispädagogik hat mir gezeigt, wie echtes Lernen funktionieren kann. Nach Schule und während eines oberflächlichen Studiums war dies die entscheidende Wende, um für mich selbst diese neuen Ansätze auszuprobieren und Eigeninitiative für selbst bestimmendes lernen zu übernehmen. Dieser Kurs hat einiges zurechtgerückt und in mir die Freude am Entdecken und Vorwärtsschreiten zurückgegeben." 
         Marko Grunz
  • "Ich hab nicht nur gelernt, wie ich anderen Menschen Natur nahe bringen kann, sondern vor allem, dass ich selbst ein Teil davon bin, mit allem was lebt verbunden. Dies rational zu wissen, ist eine Sache, aber es mit jedem Atemzug draußen in tiefstem Herzen spüren zu können, ist ein wunderbares Geschenk. Nicht nur für mein Studium hat sich dadurch vieles verändert, sondern für mein gesamtes Leben. Danke!" 
         Elke Loepthien
  • "Endlich eine Fortbildung, wo Theorie und Praxis nicht durch einen tiefen Graben getrennt sind. Wo Lernen etwas bringt – auch im alltäglichen Leben. Und wo die Motivation mit dem Lernen proportional wächst."
         Jörn Kaufhold
  • "Ich habe während der einjährigen Weiterbildung viel gelernt und insbesondere die Wochenenden als eine sehr intensive Zeit wahrgenommen. Am meisten beührt haben mich die Einheiten, in denen es um die Philosophie der Naturvölker, um den Geist hinter allem, um Spiritualität ging. Da wurden Gedanken angesprochen, die - wie es sich anfühlte - schon in mir drin waren und jetzt wirklich gedacht werden durfte. Als eine große Bereicherung habe ich auch die Aufmerksamkeitsübungen, den „Sitzplatz“ und die “Art des Lernens“, auch durch die Hausaufgaben, empfunden, die meinen Alltag und meine Wahrnehmung nachhaltig verändert haben."
         Jantje Blatt
  • "Das Jahr hat mir neue Wege eröffnet, neue Einblicke gegeben und neue Ansätze für meinen Weg gegeben. Es hat mich der Erde nähergebracht. Ich habe Leute kennengelernt, die ich normalerweise nicht kennengelernt hätte und ich habe Dinge ausprobiert, die ich normalerweise nicht gemacht hätte. Ich habe gelernt, den Geist nicht davon ziehen zu lassen und das Herz dabei zurückzulassen."
         Henrike Scholz

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