Das subversive Geflüster der Landschaft
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Kategorie
Wildnistouren
Veranstaltet von
Institut für Naturorientierung und Lebensstil e.V. (Re-Natur) (Institut für Naturorientierung und Lebensstil e.V. (Re-Natur))
Zielgruppe
Für Alle
Über diesen Kurs
Eine Selbsterfahrungsreise in die Wildnis Südnorwegens
*Nein, flüstern sie [die Bäume, die Vögel, die Felsen].*
*Du besitzt gar nichts.*
*Du warst immer bloß zu Besuch.[...]*
*Wir aber haben dir niemals gehört.*
*Nie bist du es gewesen, die uns gefunden hat.*
*Es war genau andersherum:*
*Du hast immer schon zu uns gehört.*
(Margaret Atwood)
Wir haben immer schon zu ihnen gehört: zu den Wäldern, den Bächen und Seen, den Gräsern und der Heide, zum Sternenhimmel, zu den Jahreszeiten und den Zyklen von Werden und Vergehen. Diese gefühlte Realität jedoch ist bei den meisten westlich sozialisierten Menschen durch tausende Jahre Patriarchat und Herrschaftsbildung in Vergessenheit geraten. Die allermeisten von uns erleben sich überwiegend als getrennt von der natürlichen Welt – wir empfinden Zeit als linear und den Tod als Endgegner, den es so gut wie möglich von sich fernzuhalten gilt. Wenn wir „die Natur“ zu schützen versuchen, dann oft entweder aus moralischen Gründen oder weil wir erkannt haben, dass wir dabei sind, unsere eigene Lebensgrundlage zu zerstören. Doch wie wäre es, wenn wir uns für das Leben einsetzen, weil wir Birke und Falke kennen, weil wir das Wasser der Regentropfen als dasselbe Wasser wissen, wie jenes, das in jeder unserer Zellen fließt? Wie wäre es, wenn wir uns als Teil eines Ökosystems wahrnehmen, das nach Balance, Vielfalt und Lebendigkeit strebt? Wie wäre es, die Zeit als rund und den Tod als Lehrmeister zu betrachten? Wie wäre es (wieder) Teil einer Gemeinschaft zu sein, die um die tanzenden Flammen des Feuers sitzt und sich Geschichten von der Landschaft und dem tiefen inneren Erleben erzählt? Wie wäre es, wenn wir die Quelle des Wissens darüber, wer wir sind und was es für uns zu tun gibt, in der Landschaft um uns und in uns finden würden, anstatt in sozialen Medien und Werbebotschaften? Für das patriarchale Herrschaftskonstrukt ist es essenziell, den Menschen ihre Verbindung zur Landschaft, ihren Sinn von Gemeinschaft und ihren Zugang zu tiefen Quellen von Weisheit zu blockieren oder zu zerstören. Wie würden wir unsere Gesellschaft gestalten, wenn wir all das wieder erlangen würden? Das ist es, was wir herausfinden möchten. Bist Du dabei? Der Aufenthalt in der Wildnis bringt eine physische und psychische Distanz zum Alltagsleben mit sich. So fern von Geschäften, Bildschirmen und dem alltäglichen sozialen Umfeld ist ein erweiterter Blick auf das eigene Leben und die Tiefe der Psyche oft leichter. Wir werden auf dieser Reise fast ausschließlich draußen sein - mit Übernachtungen im Tipi, in Gapahuks (einfachen Holzunterständen), unter Tarps (zur Seite offenen Zelten) oder unter dem klaren Sternenhimmel. Wir werden über dem Feuer kochen und uns mit Hilfe von angeleiteten Impulsen in der Landschaft bewegen und ihr begegnen. Und dadurch werden wir uns selbst begegnen, unseren Sehnsüchten und wunden Punkten und vielleicht die eine oder andere heilsame Träne weinen. Wir werden eine Gemeinschaft auf Zeit bilden, was uns bewegt miteinander teilen und ganz praktisch aufeinander angewiesen sein. Und gemeinsam Fragen bewegen, wie: Was bedeutet es, in Zeiten von globalem Kollaps, Mensch zu sein? Was bedeutet es, ich zu sein? Was darf und muss sterben? Was können wir zurückholen, um eine gesunde Kultur zu etablieren? Welche Rolle will ich darin einnehmen?
Inhalte:
- Einführung in das Leben in freier Wildnis: Feuermachen, Kochen am Lagerfeuer (bio & vegan), Einführung in Karte & Kompass
- Achtsamkeit in der Natur
- Naturbasierte Prozessbegleitung
- Schwellengänge / intuitive Naturgänge
- Council (Redekreis)
- Arbeit mit Lebensrädern (Medizinrad, etc.)
Naturplätze:
2 Tage im Friluftslivpark Helleviga 7 Tage in der Åseral-Region bei Bortelid
Teilnehmende:
Max. 15 Teilnehmende. Es sind keine Vorerfahrungen nötig, aber du brauchst genügend Ausdauer für je eine 3-4 Stunden Wanderung mit schwerem Rucksack in die Wildnis hinein und wieder hinaus. Der Wunsch und eine Offenheit für eigene psychische Prozesse und die anderer Menschen sind eine Voraussetzung.
**Was du zusätzlich noch so brauchst:**
- Einen Wanderrucksack (mind. 60 Liter groß)
- Isomatte und Schlafsack (mind. 0°C Komfort)
- Mittagessen für 9 Tage (mittags fasten geht aber auch - wir werden relativ früh Abendessen kochen)
An- und Abreise:
Hinreise: Mi., 30.08.23 um 04.00 Uhr am Institut für Bewegungswissenschaft der Uni Hamburg (Turmweg 2, 20148 Hamburg). Mit Bus und Fähre reisen wir von Hamburg über Hirtshals und Kristiansand. Dabei teilen wir uns einen Reisebuss mit einer Studierenden-Exkursion (weil finanzielle Kosten und CO2-Emissionen mit dieser gemeinsamen Anreise gering sind).
Rückreise: Sa., 09.09.23 um ca. 02.00 Uhr nachts kommen wir wieder in Hamburg am Institut für Bewegungswissenschaft an (Turmweg 2).
CO2:
Den bei der Reise anfallenden CO2-Ausstoss von ca. 40-45 kg pro Person 'kompensieren' wir mit einer Spende an „Rettet die Naturvölker e.V.“ Der Verein schützt das Leben indigener Naturvölker, vornehmlich indem er die Wälder und Wildnisgebiete erwirbt, welche den Lebensraum dieser Völker darstellen. (Wir setzten dabei einen CO2-Preis von mind. 200 € pro Tonne CO2 an. Dieser Wert wird zwar vom Umweltbundesamt empfohlen, ist aber fast 10x so hoch wie z.B. eine CO2-Kompensation bei Atmosfair oder ähnlichen Organisationen.)
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Das subversive Geflüster der Landschaft
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Kursleiter:innen / Team
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Bijan Ghaffari-Tabrizi
Kursleitung
Bijan Ghaffari-Tabrizi
Bijan Ghaffari-Tabrizi
Bijan Ghaffari-Tabrizi ...Ist fasziniert von Vogelgesängen, Fahrradfahren und menschlicher Gemeinschaft. Schätzt die mystische Tiefe der menschlichen Psyche und die Weisheit von Meditation oder Gedichten. Möchte mit innerer Heilungs- und Verbindungsarbeit an den Wurzeln ansetzen, um den gesellschaftlichen Wandel hin zu einem gesunden planetaren Ökosystem mitzugestalten. Leitet seit 2015 Selbsterfahrungsreisen in die wilde Natur Südnorwegens. Weiterbildungen in Visionssucheleitung (School of Lost Borders), Wildnispädagogik, Joanna Macy‘s „Work that Reconnects“, Gewaltfreier Kommunikation und in Ausbildung als Gestalttherapeut.
Veranstaltungsort
Friluftslivpark Helleviga
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Über die Veranstaltenden
Institut für Naturorientierung und Lebensstil e.V. (Re-Natur)
Das INL ist ein gemeinnütziger Verein, der auf wissenschaftlicher Grundlage wertorientierte Lebensstile fördert und dafür die Arbeit in und mit der Natur nutzt. Der Verein ist der Überzeugung, dass er im Rahmen gesellschaftlicher und zukunftsgerichteter Wandlungsprozesse, die vor dem Hintergrund der steigenden Bedeutung grundlegender Lebensfragen, Orientierungsschwierigkeiten und Unsicherheiten notwendig werden, einen positiven Beitrag zur Bewältigung individueller und gesellschaftlicher Probleme leisten kann. Dieses geschieht einerseits in einem körperbezogenen Kontext im Sinne physischer Gesundheits- und Bewegungsförderung und anderseits im Zusammenhang mit der Förderung der individuellen Persönlichkeitsentwicklung, der der Verein besondere Aufmerksamkeit schenken will. Naturorientierung weist der zugrundeliegenden Auffassung nach ein sehr hohes Maß an Potenzialen und Möglichkeiten für die persönliche Entwicklung von Menschen auf. Diese zu beobachten, zu benennen, zu strukturieren, zu erforschen, weiterzuentwickeln und die Ergebnisse in die Gesellschaftsgestaltung einfließen und damit dem Allgemeinwohl zukommen zu lassen, stellt sich der Verein als Aufgabe. Draußen zu sein, sich in einer mehr oder weniger natürlichen Umgebung aufzuhalten und sich dort zu bewegen, war für Menschen über Jahrtausende ein unabdingbarer Teil des alltäglichen Lebens. Natur hat Menschen in ihrer Entwicklung stark geprägt und auch heute noch haben Natur und natürliche Bedingungen eine kaum zu überschätzende positive Wirkung auf Menschen aller Alters- und Kulturgruppen. Im Widerspruch dazu hat das Draußen-Sein heute bei weiten Teilen der Bevölkerung kaum noch lebensweltliche Bedeutung. Über das Draußen-Sein, das Erleben von Natur, von sich selbst in der Natur und von sich selbst als ein Teil der Natur will der Verein Menschen die Möglichkeit geben, basale und aktivierende Erlebnisse zu erlangen. Durch diese Form der Naturorientierung soll bewegte Freizeitkultur und sinnvolle Lebensstilmodifikation gefördert werden.
Rechtliches
Das subversive Geflüster der Landschaft
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